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CO2-Ausstoß minimieren – kreative Ansätze der Green Pearls Hotels

In Zeiten von Dieselskandalen und Green Washing, wenn der Earth Over Shoot Day bereits Anfang August ist und die Auswirkungen des Klimawandels immer spürbarer werden, wird Transparenz und ein veränderter Umgang mit den schwindenden Ressourcen unserer Erde immer existenzieller. Auch wenn der weltweite CO2-Austoß in den letzten Jahren nicht weiter anstieg, muss er dennoch drastisch sinken. Forscher schlagen eine Faustregel von einer Halbierung der CO2-Emissionen alle zehn Jahre vor – nur so besteht eine Chance, dass die Weltwirtschaft bis 2050 klimaneutral wird.

Green Pearls stellt verschiedene Ansätze vor, den CO2-Ausstoß zu messen, zu reduzieren und zu kompensieren. Die Beispiele zeigen, dass es mit Kreativität und Willen möglich ist, auch als Hotel klima-neutral oder sogar klima-positiv zu agieren und inspirieren uns mit ihren Lösungen.

CO2-neutral im Regenwald

Bereits 15.000 Hektar Regenwald hat die Inkaterra Asociación (ITA) in Peru vor der Abholzung bewahrt. Der Wald wiederum hilft bei der CO2- Sequestrierung und somit bei der Neutralisierung der Emissionen. Das „Carbon Monitoring“-Programm wurde bereits 1989 gemeinsam mit der University of Leeds und dem Rainfor Project eingeführt und beinhaltet vier permanente Messpunkte auf jeweils einem Hektar des Reserva Amazónica in Tambopata. Die Kohlenstofffixierung wird durch verschiedene Methoden sowohl in der Erde als auch in der Vegetation erfasst. Insgesamt können so durchschnittlich 200 Tonnen CO2 pro Hektar sequestriert werden. Alle drei Jahre messen Forscher der University of Leeds den CO2-Gehalt, zusätzlich gibt es seit Kurzem einen permanenten Messpunkt der Fakultät für Forstwirtschaft der Universität Agraria La Molina in Lima. Den Messungen und Berechnungen zufolge konnten in den Wäldern der ITA bereits 3 Millionen Tonnen Kohlenstoff gebunden werden. Dadurch gilt die Inkaterra Gruppe als CO2- neutral.

Solarenergie wann immer möglich

Bei CGH Earth in Indien werden die verschiedensten Methoden ausprobiert und angewendet, um ressourcenschonende und natürliche Lösungen zu finden. Dazu wird nicht nur die Energieeffizienz gemessen, sondern auch verstärkt auf Solarenergie gesetzt. Im Spice Village konnte mit Hilfe einer Photovoltaik- Anlage die Abhängigkeit von andern Energiequellen bereits um 50 Prozent reduziert werden. Auf dem von einer Vielzahl an Bächen und Flüssen durchzogene Land des Coconut Lagoon Resort fährt Asiens größtes Solar-Boot: „Surya“ transportiert bis zu 35 Personen über zehn Stunden lang. Ein weiterer Vorteil: Gäste können ohne schlechtes Gewissen das Land erkunden, Abgase oder Lärm entstehen nicht.

Einsparen und ausgleichen

Das Hotel Niedersachsen auf Sylt setzt neben einer Reduzierung auch auf die Kompensation der CO2-Emissionen. Nicht nur gehört Norddeutschlands erstes viergeschossiges Holzhaus zum Hotel, geheizt wird mit Geothermie und seit 2016 auch mit Energie aus dem eigenen Blockheizkraftwerk. Strom wird zu 100 Prozent aus Wasserkraft generiert. So konnten die CO2-Emissionen in den letzten 15 Jahren schon deutlich reduziert werden: nur noch 8.69 kg CO2 entstehen pro Gast und Übernachtung mit Frühstück und Extras. Zum Vergleich: der Durchschnittswert für Hotels dieser Kategorie liegt bei 30-35 kg CO2. Doch damit ist beim Hotel Niedersachsen noch lange nicht Schluss: als klimafreundliches Hotel kompensiert es alle restlichen Emissionen über das Klimaschutzprojekt „Wasseraufbereitung in West-Kenia“. Im Jahr 2017 werden zusätzlich die Kosten für die Kompensation der Anreise der Gäste übernommen.

Das Hotel Speicher – das erste klimaneutrale Hotel Mecklenburg- Vorpommerns – verfolgt eine ähnliche Strategie: Durch Einsparungen konnte der pro-Kopf-Ausstoß bereits auf ca. 12,93 kg CO2 gesenkt werden, an weiteren Reduktionsmöglichkeiten wird stetig gearbeitet. Die dennoch bestehenden Emissionen werden hier über ein Wiederaufforstungsprojekt in Panama ausgeglichen.

Energie-Selbstversorger

Da Strom und Wärme in der Regel einen Großteil der CO2-Emissionen ausmachen, steht beim in den Dolomiten gelegenen Leitlhof die Verwendung von grünem Strom aus eigener Herstellung im Vordergrund. Dafür wird Holz aus dem eigenen Wald zu hochwertigem Hackgut verarbeitet, in zwei unterirdischen Silos getrocknet und anschließend für das Holzblockkraftwerk verwendet. Dazu gibt es eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, die Kombination aus beiden Systemen sorgt zusammen mit einem effizienten Energiekonzept für eine autarke Energieversorgung des Leitlhofs. Seit kurzem bietet der Leitlhof zudem eine Tesla-Ladestation, die ein Aufladen über mehrere Stunden ermöglicht. Gäste können hier kostenlos mit nachhaltigem Strom aus dem hoteleigenen Holzkraftwerk aufladen, für alle anderen wird eine kleine Gebühr fällig.

Cradle-to-Cradle

Auf verschiedenste Art und Weise wird im Creativhotel Luise in Erlangen umfassend nachhaltig gehandelt: Müllvermeidung, Recycling, ein eigener Bienenstock, die Nutzung von Regenwasser und vieles mehr werden hier selbstverständlich eingesetzt und sichern den CO2-Ausstoß von nur 9,78 kg pro Übernachtung. Eine Besonderheit ist das nachwachsende Hotelzimmer, das nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip eingerichtet wurde: Von Anfang an steht hier der komplette Produktkreislauf im Fokus. Da alle Materialien recycelt oder leicht kompostiert werden können, entsteht kein Müll. Von der Wand aus Strohbauplatten und Decken aus OSSB-Platten (Oriented Structural Straw Boards) ohne fomaldehyhaltigen Kleber bis zum NASA-Duschsystem von Orbital Systems, das über 90 Prozent des Wassers und 80 Prozent der Energie herkömmlicher Duschen einspart. Von Teppichfliesen aus recycelten PET-Flaschen über intelligente Heizkörpersteuerung und regionale Bilderrahmen, hergestellt aus Reststücken, zu dem Einsatz umweltverträglicher Reinigungsmittel: Im Creativhotel Luise wurde wirklich an alles gedacht.

Gemeinsamkeiten

All diesen positiven Beispielen ist gemein, dass sie ihren CO2-Fußabdruck erfassen und immer weiter nach innovativen Möglichkeiten suchen, diesen zu reduzieren. Die Irota Eco Lodge in Ungarn fand für 2016 einen Ausstoß von MINUS 53 kg CO2 und ist damit sogar klima-positiv. Dennoch möchten die Besitzer in Zukunft den größten Einflussfaktor – Diesel für das Hotelauto – durch das Laden eines Elektroautos mit eigens erzeugter Solarenergie ersetzen.

Auch wenn die Reduzierung der CO2-Emissionen immer Vordergrund stehen sollte, ist eine Kompensation durch die Unterstützung weltweiter Klima- Projekte nicht zu verachten. Die Kombination aus beiden Ansätzen zeigt, wie nachhaltig erfolgreich die Green Pearls® Hotels wirtschaften.

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